Publikationen
Suchzeitraum
 

Vertrauen Sie auf Ihre mentale Kraft

Mag. Sabine Prohaska
Di, 10.01.2012

  „Soll ich dieses oder eher jenes tun?“ „Schaffe ich das überhaupt?“ Solche (Selbst-)Zweifel plagen viele Menschen – oft jahrelang. Deshalb fehlt ihnen die Energie, um sich und ihr Leben zu verändern. Also stagnieren sie.

„Yes, I can!“ Diese Parole führte Barrack Obama ins Präsidenten-Amt. Nur wenige Ereignisse verdeutlichen so eindrucksvoll wie die letzte US-Präsidenten-Wahl, welch magische Kraft Personen haben, die ein klares Ziel vor Augen haben und felsenfest überzeugt sind „Ja, ich kann mein Ziel erreichen“ – selbst wenn der Stern „Barrack Obama“ inzwischen leicht verblasste.

Ein solches Selbstvertrauen fehlt vielen Menschen. Dabei bräuchten sie es. Denn ohne Selbstvertrauen gelingt es ihnen weder, für sich einen Lebensplan zu entwerfen, noch haben sie die Energie, diesen zu realisieren. Statt dessen zweifeln sie stets: „Soll ich oder soll ich nicht?“ Oder: „Kann ich das oder kann ich das nicht?“. Das führt letztlich zu einem Leben in Unzufriedenheit.

Dabei ruht in uns allen die Kraft, Großes zu erreichen und zu bewirken. Wir müssen diese mentale Kraft in uns nur wecken. Dann können wir auch die nötigen Energien in uns mobilisieren, um Berge zu versetzen – also Ziele zu erreichen, deren Erreichen wir für unmöglich hielten.


Bestimmen Sie Ihre Lebensziele

Wer diese mentale Kraft nutzen möchte, muss zunächst sein Ziel kennen. Was will ich erreichen? Welche Vision habe ich von meinem künftigen Leben?? Denn nur dann können wir uns auf eine Sache konzentrieren und unsere Energie in die richtige Richtung lenken. Oder anders formuliert: Nur wenn wir eine Vision von unserem künftigen Leben haben, können wir diese auch realisieren. Auch aus folgendem Grund: Wer keine Lebensvision hat, fasst zwar immer wieder Beschlüsse wie „Ich möchte beruflich voran kommen“ oder „Ich möchte gesünder leben“. Doch kurze Zeit später sind die Vorsätze vergessen. Denn sie wurden nur spontan, aus der Situation heraus gefasst. Sie sind nicht in einer Lebensvision verankert.

Wenn Sie also in Ihrem Leben die Weichen neu stellen möchten, dann entwerfen Sie zunächst eine Lebensvision für sich. Zwischen Tür und Angel oder zwei Terminen geht das nicht. Ziehen Sie sich dafür von der Alltagshektik zurück und überlegen Sie sich: Was gefällt mir gut und was weniger gut in meinem Leben? Bringen Sie das zu Papier.


Stellen Sie sich Ihre Zukunft bildhaft vor

Danach sollten Sie überlegen: Wie sieht mein künftiges Leben aus? Malen Sie es sich bildhaft aus. Überlegen Sie sich zum Beispiel, wie Sie leben: Alleine oder mit einem Partner? Mit Kindern oder ohne? Stellen Sie sich auch vor, was Sie arbeiten und wie sich Ihr Alltag gestaltet. Stellen Sie sich all diese Dinge ganz plastisch vor – so dass Sie regelrecht spüren, wie Sie sich Ihr künftiges Leben anfühlt. Zum Beispiel wie es ist, wenn Sie abends nach Hause kom-men. Denn nur wenn Sie das, was Ihr künftiges Leben ausmacht – mit allen Vor- und Nachteilen – vorab schon emotional durchleben, können Sie wirklich für sich ent-scheiden: „Ja, das will ich“. Diese Klarheit ist notwendig, damit Sie all Ihre Energie auf das Erreichen Ihrer Ziele konzentrieren können.

Haben Sie eine Vision von Ihrem künftigen Leben, dann überlegen Sie sich: Wie erreiche ich diese Ziele? Notieren Sie die Maßnahmen, die Sie ergreifen werden, ebenfalls auf einem Blatt Papier. Danach können Sie damit beginnen, Ihre Vision zu realisieren. Doch seien Sie gewarnt: Es wird Ihnen im Alltag nicht immer leicht fallen, Ihrem neuen Lebensweg zu folgen. Denn dazu müssen Sie auch Denk- und Verhaltensgewohnheiten aufgeben. Das fällt fast allen Menschen schwer. Denn in der Regel ist es verlockender, sich abends nach der Arbeit aufs Sofa zu legen statt zum Beispiel noch eine Fortbildung zu besuchen. Ihren „inneren Schweinehund“ können Sie nur überwinden, indem Sie Ihre spontanen Wünsche und Bedürfnisse kritisch hinterfragen und gegebenenfalls die Kraft haben, zu ihnen „Nein“ zu sagen.


Schaffen Sie Erinnerungsanker

Wenn Sie merken „Ich werde schwach“, dann erinnern Sie sich an Ihre Vision – und an die guten Gefühle, die damit verbunden sind. Je häufiger Sie so Kraft tanken, desto besser funktioniert es. Vielleicht hilft Ihnen auch folgender Tipp, die positiven Gefühle abzurufen: Koppeln Sie das Erinnern mit einer bestimmten Handlung. Zum Beispiel mit dem Anfassen Ihrer Nase. Wenn Sie dies regelmäßig wie-derholen, werden Sie mit der Zeit feststellen: Die positiven Gedanken und die Energien, die sie verleihen, stellen sich, wenn Sie Ihre Nase berühren, fast von selbst ein..

Auch folgende Mentalübung kann helfen: Wenn ein Schwach-Werden droht, können Sie sich vorstellen, Sie hätten eine geladene „Kraft-Batterie“. Nehmen sie diese gedanklich in beide Hände. Und stellen Sie sich vor, wie von dort die Energie, die Sie zum Erreichen Ihrer Ziele brauchen, zunächst in Ihre Arme und dann in Ihren restlichen Körper fließt.


Belohnen Sie sich

Bauen Sie zudem „Kraft-Tankstellen“ in Ihren Alltag ein. Dies können sehr verschiedene Elemente sein. Zum Beispiel Belohnungen. Haben Sie etwas getan, was Sie Ihrer Vision einen Schritt näher gebracht hat? Beispielsweise für Ihre Fortbildung gelernt statt zu faulenzen? Dann gönnen Sie sich ein Glas Wein oder ein Stück Schokolade.

Auch negative Erinnerungen können Kraft geben. Ein Bei-spiel: Angenommen Sie möchten mit dem Rauchen aufhö-ren. Doch plötzlich überkommt Sie ein scheinbar unüber-windbares Bedürfnis zu rauchen. Greifen Sie dann zum Beispiel nach einem vorbereiteten Säckchen mit alten Zi-garettenkippen und riechen Sie daran. Der Geruch von kaltem Rauch, verknüpft mit allen negativen, damit ver-bundenen Assoziationen, half schon vielen Ex-Rauchern, die Lust auf eine Zigarette zu überwinden.

Wie fit Sie mental sind, hängt auch von Ihrer körperlichen Verfassung ab. Deshalb achten viele Top-Manager darauf, dass sie auch in absoluten Hochdruckphasen zwei, drei Mal pro Woche Sport treiben. Auch ihr morgendliches Fitness-Programm behalten sie bei .Nicht nur um körperlich fit zu sein, sondern auch, um im stressigen Alltag „Oasen“ zu haben. Denn wer sich wie ein Hamster im Laufrad dreht, ist zwar ständig in Bewegung, er kommt aber seinem Ziel nicht näher. Im Gegenteil! Er verliert irgendwann das Ziel aus den Augen. Deshalb sollten in Ihrem Leben auf Phasen der Anspannung stets Phasen der Entspannung folgen – so erreichen Sie schneller Ihre Lebensziele.
Sabine Prohaska

Zur Autorin: Sabine Prohaska ist Inhaberin des Trainings- und Bera-tungsunternehmens seminar consult prohaska, Wien (Tel.: +43/664-3851767; Email: prohaska@seminarconsult.at; Internet: www.seminarconsult.at).

Eintrag wurde verfasst von Mag. Sabine Prohaska
Publikationen
Fr, 21.10.2016

Burnout

AutorInnen: Dr. Mag. Susanne Glantschnig
Fr, 21.10.2016

Motivation

AutorInnen: Dr. Mag. Susanne Glantschnig
 
B U C H S H O P