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Burnout - psychologisch beleuchtet

Anzeichen, Prävention & Behandlung

Klaudia Brandstätter, MSc, Arbeitspsychologin, Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin, Klagenfurt/Kärnten
Mo, 27.04.2020

Was genau ist Burnout?

Der Begriff Burnout sagt für mich in erster Linie aus, dass jemand aus dem seelischen Gleichgewicht gefallen ist. Dass die täglichen Anforderungen nicht mehr bewältigbar erscheinen. Die Ursachen und Auswirkungen hierfür sind vielschichtig und weitreichend. Burnout kann sich in Form von Niedergeschlagenheit zeigen, aber auch in Form von anhaltender innerlicher Unruhe, Ängsten und diffusen körperlichen Beschwerden. Auch die Verläufe sind sehr unterschiedlich.

 

Gibt es typische Anzeichen?

Vermehrtes Gefühl, nicht mehr in die Arbeit gehen zu wollen und häufiges Hinterfragen der Sinnhaftigkeit seiner Arbeit. Geringe Erholungsfähigkeit in Urlauben, erhöhte Infektanfälligkeit sowie verminderte Lust auf Freizeitaktivitäten und sozialer Rückzug lassen sind meiner Erfahrung nach als bedeutende Anzeichen für ein Burnout beschreiben.

 

Welches sind die Ursachen für Burnout? Gibt es Vorbeugungsmaßnahmen?

Die Evolution hat uns mit einem System ausgestattet, das uns Extremsituationen bewältigen lässt, solange nach dem Stresserleben eine Regenerationsphase erfolgt.
Die Stressfaktoren haben sich allerdings im Verlauf der Zeit geändert. Das heutige Mammut zeigt sich z.B. in Form eines cholerischen Chefs, der wieder mal einen erdrückenden Vortrag über nicht erreichte Zahlen hält. Wir erleben gegenwärtig eine Vielzahl von Stressfaktoren, die unserem Körper ständig „Gefahr“ vermitteln. Das kostet Energie. Wenn dem gegenüber nicht ausreichend Erholungsphasen stehen, kommt es zwangsweise zu einem Ungleichgewicht, wie es eben in einem Burnout der Fall ist. Für mich gibt es daher zwei Säulen zur Vorbeugung von Burnout:
1.) Stressfaktoren erkennen und mindern und
2.) Bewusst für Ausgleich sorgen und sich körperlich und psychisch stärken.

 

Wie sieht die psychologische Behandlung bei Burnout aus?

Gemäß diesen beiden Säulen ist es erstmal wichtig auf Ursachenforschung zu gehen. Welche Stressfaktoren waren gegeben? Was hat man persönlich dazu beigetragen und wie hat man darauf reagiert? Diese Erkenntnisse sind wichtig, um darauf abgestimmte Lösungen erzielen zu können.
Aber auch die Frage nach dem, was die Person nun braucht und was sie stärkt ist sehr wichtig. Ich arbeite gerne mit Visualisierungsmethoden, wie z.B. Aufstellungsarbeit am Tisch oder mit Bildern, die einen leichteren Zugang zu den eigenen Gefühlen und den dahinter liegenden Bedürfnissen ermöglichen. In meinem Methodenkoffer befinden sich viele Schätze zur Erhöhung des Selbstwertes, Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit und Erhöhung der Achtsamkeit und Entspannungsfähigkeit.

Klaudia Brandstätter MSc, als selbstständige (Arbeits-)Psychologin in diversen Unternehmen und in freier Praxis in Klagenfurt / Kärnten tätig.

Eintrag wurde verfasst von MSc Klaudia Brandstätter
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